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Extratour
Mitarbeiterin Kirsten "Clahr in Gefahr"
- unter Haien auf Fiji
Teil
1

05.05.
Abflug Frankfurt mit Korean Air vom Terminal 2. Der Flug startet pünktlich
um 19.45h und schon nach kurzer Zeit wird das Abendessen serviert. 2 Essen
stehen zur Auswahl: entweder traditionell koreanisch oder europäisch.
06.05.
Ankunft gegen Mittag nach 10 Stunden Flug in Seoul, der Hauptstadt der
Republik Korea. Das Klima ist ähnlich wie in Deutschland. Am Flughafen
stehen die Transferbusse der Korean Air zu den Stopover Hotels bereit.
Es gibt zwei Linien, abhängig von dem Hotel, in dem man wohnt. Alles
ist bestens beschrieben und schon bald sitze ich im Bus in die Stadt.
Der Flughafen Icheon liegt auf einer Insel ziemlich außerhalb. Aufgrund
des Verkehrs dauert der Transfer in die Stadt zwischen 1,5 bis 2 Stunden.
Ich schlafe erst mal eine Runde. In Seoul bin ich im Sofitel Ambassador
untergebracht. Das Hotel entspricht 3-4 Sterne Standard. Das Hotel bietet
einen kostenlosen Shuttlebusservice in die verschiedenen Stadtteile an,
doch ich entscheide mich für die U-Bahn. Die nächste Station
ist nur 5 Minuten vom Hotel entfernt. Die Koreaner sind sehr hilfbereit
und fragen gleich, wohin ich möchte, als ich mich suchend in der
U-Bahn umschaue. Am Abend wage ich in einem koreanischen Restaurant die
koreanische Küche: ich liebe scharfes Essen, doch dieser Tintenfisch
treibt mir die Tränen in die Augen......
07.05.
Vormittags schaue ich mich noch ein wenig in der Stadt um. Am Nachmittag
fährt der Bus mich wieder zum Flughafen (der Shuttelbus der Korean
Air verkehrt ca. alle 15 - 20 Minuten). Am Abend geht es dann weiter bis
nach Fiji. Der Flug dauert nochmals 10 Stunden.
08.05.
Am Morgen lande ich in Nadi (sprich Nan-di), dem internationalen Flughafen
von Fiji. Gleich empfangen mich die ersten schnulzigen Südseeklänge:
die Flughafenband begrüßt alle ankommenden Flüge: willkommen
in der Südsee! Allerdings dauert es noch 5 Stunden
bis zum Weiterflug auf die nächste Insel. Ich gebe zunächst
das Gepäck in die Aufbewahrung und versuche, mich mit dem Cappuchino
aus dem Flughafencafe wach zu halten. Die Sonne tut gut, und irgendwann
sind auch die 5 Stunden vorbei und Air Fiji fliegt mich nach Taveuni,
auf die Garteninsel. Die Mitarbeiter des Maravu Plantation Resort erwarten
mich bereits an der kleinen Landebahn und dann endlich nach 3 Minuten
Fahrt bin ich wirklich angekommen im Paradies. Die Mitglieder des Resort
stehen schon bereit, um ein kleines Willkommenslied zu singen, dann eine
erfrischende Kokosnuß und ich kann meine Bure
beziehen. Die Bungalows (Bure) verteilen sich in einem riesigen üppigen
Garten, es gibt einen herrlichen Swimmingpool mit kleinem Wasserfall und
der Strand ist auch nur durch eine kleine Straße vom Resort getrennt.
Der Blick über die Anlage aufs Meer läßt alle Anreisestrapazen
vergessen. Ich schaue noch am Strand bei den Swiss Fiji Divers vorbei,
um das Tauchprogramm des nächsten Tages zu besprechen und dann begebe
ich mich in meine Hängematte und genieße die Ruhe und den Sonnenuntergang.
Am Abend wird im Restaurant ein hervorragendes 3-Gänge Menu serviert.
Ganz speziell in Maravu ist die hauseigene Band: jeden Abend sitzen die
4 - 5 Musiker zusammen, trinken Kava und erfreuen die Gäste mit sehnsuchtsvollen
Liedern. Es ist einfach nur schön!
09.05.
Bula Fiji! Jeder, dem ich begegne, ruft mir zunächst die Begrüßung
zu: Bulaaaaa! Nach einem ausgiebigen Frühstück bringe ich die
Ausrüstung zur Tauchbasis und begebe mich dann zum Strand. Am Mittag
fahre ich zum Tauchen hinaus. Die Swiss Fiji Divers haben
2 Boote, ein sehr großes für max. 12 Taucher, das zur Zeit
aber verchartert ist und ein kleineres für max. 8 Taucher. Wir fahren
mit dem kleineren Boot los, die Ausrüstung ist bereits installiert,
ich muß mich um nichts mehr kümmern. Getaucht wird auf Taveuni
am bekannten Rainbow Reef, das durch die Somosomo Strait getrennt vor
der Insel Vanua Levu liegt. Mit dem schnellen Boot sind wir nach 20 Minuten
dort. Sam, der Guide, checkt die Strömung und dann geht es los. 2
weitere Guides sind an Bord , so kommt auf 2 Taucher je 1 Guide: Deluxe
Service. Der erste und auch der zweite Tauchgang sind sehr entspannt,
es gibt nur eine leichte Strömung und ich bekomme einen ersten Eindruck
von den herrlichen Weichkorallen, für die Fiji berühmt ist.
Aber auch einen Weißspitzenriffhai, 2 Napoleons und jede Menge Kleinfisch
gibt es zu sehen. An einer Stelle lasse ich mir von einigen Putzergarnelen
die Nägel maniküren. Zwischen den Tauchgängen wird die
"Beach Bar" am einem wunderschönen Strand eröffnet:
die Crew serviert Wasser, Tee, Kaffee, Früchte und Kekse.
Dies war ja schon mal ein guter Einstieg! Am Abend nach dem Diner setze
ich mich zur Band und teile eine Schale Kava mit ihnen. Diese leichte
Rauschmittel macht mich einfach nur müde: Zeit ins Bett zu gehen.
10.05.,
11.05. und 12.05. Die Tage sind ähnlich: entspannen, essen, tauchen,
Cocktails trinken und sich einfach nur verwöhnen lassen. Das ist
auf der Maravu Plantation garantiert. Die Mitarbeiter sind unglaublich
hilfsbereit und freundlich, nahezu jeder Wunsch wird einem von den Augen
abgelesen. Jeden Nachmittag geht es zum Tauchen ans Rainbow Reef. Mein
absoluter Favorit ist die White Wall: eine fantastischer Drop Off voller
weißer Weichkorallen: es wirkt richtig mystisch. Der Tauchplatz
bietet aber noch mehr: Höhlen und Tunnel, einen pinkfarbenen Schaukelfisch,
zutrauliche Wimpelfische, die sich in eine super Foto Position bringen
und viele kleine Riffbwohner zwischen Gorgonien und grünen Korallen.

13.05.
Heute habe ich mich entschlossen, an einem der zahlreichen Ausflüge
teilzunehmen, die das Resort anbietet. Ich habe mich für die Wasserfälle
im Bouma Nationalpark
entschieden. Taveuni ist eine unglaublich grüne Insel und besitzt
noch große Regenwald Flächen. Der erste Wasserfall ist nach
nur 10 Minuten Fußweg erreicht und stürzt sich ca. 20 Meter
in die Tiefe. Ich nehme ein erfrischendes Bad im natürlichen Pool.
Doch ich will auch noch den 2. Wasserfall sehen. Der Aufstieg auf den
Hügel ist ganz schön anstrengend, aber nach 40 Minuten hochklettern
und überqueren von plätschernden Bächen ist es geschafft.
Am Nachmittag gibt es im Resort eine Hochzeit! Dies ist eine weitere Besonderheit:
auf Maravu werden traumhafte Hochzeiten organisiert: Fijianisch oder europäisch,
auf dem Hügel, am Strand oder am Wasserfall: es gibt wohl kaum einen
schöneren Ort für die Zeremonie.
Der Abend steht im Zeichen von Meke und Lovo: Meke ist ein traditioneller
Tanz, den an diesem Abend einige Dorfbewohner vorführen. Lovo ist
die Bezeichnung für den Erdofen, im dem 2 Stunden lang das Abendessen
gart. Es schmeckt toll! Welch ein schöner Abschluß für
meinen letzen Abend auf der Maravu Plantation.
14.05.
Die Band stimmt ihr trauriges Abschiedslied an, ich werde mit Blumenketten
geschmückt und steige ins Flugzeug, das mich in die Hauptstadt Suva
fliegt. Hier nehme ich ein Taxi (F$ 25,-) bis zum Tradewinds Hotel, dem
Ankerplatz für die Fiji Aggressor II, die mich ab morgen für
eine Woche beherbegen soll und mich zu den besten Tauchspots Fijis bringen
soll. Das Tradewinds hat schon bessere Zeiten gesehen, doch ist es für
eine Nacht Stop vor der Einschiffung geradezu ideal. Die Zimmer sind in
Ordnung mit kleiner Terrasse oder Balkon. Hier kann man am Pool relaxen
und die schöne Aussicht auf die Bucht genießen. Die Fiji Aggressor
liegt genau vor dem Hotel und ich kann das Schiff von außen schon
mal begutachten.
15.05.
Um 11.00h ist die Aggressor zur Einschiffung bereit. Mosese, der Dive
Guide, gibt mir Bescheid und ich begebe mich an Bord. Der eigentliche
Name der 30m langen Luxusyacht
ist Sere Ni Wai, das bedeutet: Song of the Sea. Der Name gefällt
mir. Die Yacht bietet max. 10 Tauchern in 5 geräumigen Kabinen Platz.
Die übrigen Gäste werden direkt vom Flughafen zum Schiff gebracht
und gegen 12.00h erwartet. Ich beziehe meine Kabine, packe das Tauchequipment
aus und erledige schon mal mit Scott, dem Dive Instructor, den Papierkram
für´s Tauchen. Dann kommen die restlichen Gäste, wir sind
insgesamt 8 Personen (4 aus Deutschland und 4 aus Amerika). Es gibt massig
Platz an Bord. Die Crew besteht aus 5 Personen: Captain Ned Hill, Dive
Instructor Scott, Dive Guide Mosese, Ingenieur Sam und der Koch Luke L.
Die Aggressor verläßt den Pier, denn wir haben noch eine ca.
8 stündige Fahrt bis zur 1. Ankerstelle vor uns, der Insel Makogai.
Scott verteilt vorsorglich Anti-Seekrankheitspillen (just in case). Doch
die Überfahrt ist einigermaßen ruhig. Das Essen schmeckt super:
mittags gibt's einige Sandwiches, am Abend serviert Luke ein 3-Gänge
Menu. Auf der Aggressor sind alle Softdrinks sowie Wasser, Tee, Bier und
Wein inklusive. Doch wer schon nachmittags zur Bierdose greift, hat für
den Tag ausgetaucht. Auf der 8 stündigen Fahrt haben wir schon einmal
Zeit, uns alle ein wenig kennenzulernen und löchern Scott und Mosese
mit Fragen zum Tauchen auf Fiji. Was wir zu hören bekommen, klingt
vielversprechend und alle fiebern den ersten Tauchgängen am nächsten
Morgen entgegen.
16.05.
Ab 06.30h gibt's ein sogenanntes "kleines Frühstück",
dann das briefing und der erste Tauchgang um 07.30h am Makogai Reef. Hier
gibt es zahlreiche Tauchplätze. Zum Eingewöhnen gibt es zunächst
einen easy dive an einem Korallenbommie (max. Tiefe ca. 20m). Das macht
schon
mal viel Spaß: wir entdecken einen gut getarnten Drachenkopf, sind
von den unglaublichen Farben der Weichkorallen beeindruckt, suchen nach
kleinen Shrimps und Krebsen in Federsternen, beobachten einige Makrelen
und finden tolle Nacktschnecken. Dann gibt's das eigentliche Frühstück
und schon folgt der nächste Tauchgang am nächsten Spot. Die
Unterwasserwelt ist ähnlich. Ich entdecke mehrere Langnasenbüschelbarsche,
die es sich in einer wunderschönen pinkfarbenen Gorgonie gemütlich
gemacht haben sowie jede Menge vorwitziger Annemonenfische. Nach dem Mittagessen
folgt der 3. Tauchgang. Bei Tee und Kuchen entschließe ich mich
den Nachmittags- und Nachttauchgang ausfallen zu lassen, um meine Ohren
ein wenig zu schonen.
17.05.
Weiter geht's im Tauchprogramm. Es sind mehrere Tauchgänge am Namena
Reef geplant, immer an verschiedenen Plätzen. Besonders gefällt
mir der Platz "Black Forest", der entsprechend seinem Namen
jede Menge schwarze Korallen berherbergt, die wiederum Langnasenbüschelbarschen
Schutz bieten. Auf 28m stehen riesige Gorgonien in verschiedenen Farben
und am Bommie lugt eine Geistermuräne aus ihrem Loch. Ein grauer
Riffhai begutachtet uns am Tauchplatz "North Save A Tack". Der
Platz ist super: zunächst am drop off nach Großfisch schauen,
dann durch einen wunderschön bewachsenen Bogen zu mehreren Bommies.
In einem befindet sich ein großes Loch, das "Window of Dreams",
ein beliebtes Fotomotiv, zumal an den Wänden Peitschenkorallen und
Weichkorallen für die nötige Farbenpracht sorgen. Oben auf dem
Riff strömt es ziemlich und wir hängen am Seil, um unseren Sicherheitsstop
zu machen. Einige lilafarbenen Quallen umkreisen uns.
weiter
mit Teil II
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